March 2026
Lesen
13/03/26 17:05
Lesen hält jung und den Geist wach. Wenn Sie länger leben, ihren Stresslevel reduzieren, emotional intelligenter werden und ihren Wortschatz erweitern wollen, so sollten Sie möglichst viel lesen. Denn wer viele Bücher liest, lebt nachweislich gesünder.
Es scheint in der Tat wichtig, ob und wie viel man liest, leider etwas weniger was.
Das ist eigentlich schade, denn ich hätte mir gewünscht, dass das Lesen meiner Texte einen beträchtlichen Anteil an Ihrer Konzentrationsfähigkeit, Langlebigkeit und geistigen Frische hätte.
Lesen ist erwiesenermassen gesund. In einer 2016 publizierten Studie werteten Wissenschaftler am Institut für Gesundheitswesen der Universität Yale Gesundheitsdaten aus, die während zwölf Jahren erhoben worden waren. Sie kamen zum Schluss, dass regelmässige Lektüre die Lebenserwartung um durchschnittlich zwei Jahre verlängert. Dies offenbar dank der Stimulierung des Gehirns, der Verbesserung der Konzentrationsfähigkeit und der Verminderung von Stress. Dies alles sei dazu angetan, den Abbau kognitiver Fähigkeiten zu verhindern oder zumindest zu verzögern. Andere Faktoren wie Vermögensverhältnisse, Bildung oder sportliche Aktivitäten wurden bei der Studie herausgefiltert. Die Rede ist hier natürlich vom Bücher lesen. Es gibt zwar (noch) keine Studie dazu, aber wenn Sie nur SMS, WhatsApp-Mitteilungen, Ansichtskarten, Reklame, Gebrauchsanweisungen, Schundliteratur, Packungsbeilagen, das Fernsehprogramm oder Waschanleitungen lesen, werden diese Mechanismen wahrscheinlich nicht funktionieren. Nein, nein, Sie müssen schon ein ordentliches Buch zur Hand nehmen. Es muss ja nicht unbedingt « Die Suche nach der verlorenen Zeit», «Die Brüder Karamasow» oder «Ulysses» sein, an denen schon namhafte Vielleser gescheitert sind. Tatsache ist, dass ein Buch mit knapp 900 Seiten wohltemperierte Langeweile verströmt, aber vielen Bücherwürmern ist das eine zu grosse Bürde und sie möchten lieber etwas weniger Aufwendiges, etwas weniger die Konzentration Forderndes lesen. Ihnen kommt wohl der Artikel „Lesen – leicht gemacht“, der kürzlich in einem Printmedium erschienen ist, gerade gelegen. Ergänzt wurde der Beitrag durch eine Empfehlung der «besten Bücher unter 200 Seiten», mit den Argumenten „dünne Bücher lassen sich gut mitnehmen und sind schnell durchgelesen». Natürlich gibt es Leute, die sehr schnell lesen, wie es auch Vielleser und leidenschaftliche Leser gibt. Aber eigentlich besteht der Sinn des Lesens ja nicht darin in möglichst kurzer Zeit möglichst viele Bücher verschlungen zu haben. Der Schweizer Staatsrechtler und Laientheologe Carl Hilty äusserte sich diesbezüglich absolut treffend, wenn er meinte: „Die Bildung kommt nicht vom Lesen, sondern vom Nachdenken über das Gelesene.“Weiterlesen...
Es scheint in der Tat wichtig, ob und wie viel man liest, leider etwas weniger was.
Das ist eigentlich schade, denn ich hätte mir gewünscht, dass das Lesen meiner Texte einen beträchtlichen Anteil an Ihrer Konzentrationsfähigkeit, Langlebigkeit und geistigen Frische hätte.
Lesen ist erwiesenermassen gesund. In einer 2016 publizierten Studie werteten Wissenschaftler am Institut für Gesundheitswesen der Universität Yale Gesundheitsdaten aus, die während zwölf Jahren erhoben worden waren. Sie kamen zum Schluss, dass regelmässige Lektüre die Lebenserwartung um durchschnittlich zwei Jahre verlängert. Dies offenbar dank der Stimulierung des Gehirns, der Verbesserung der Konzentrationsfähigkeit und der Verminderung von Stress. Dies alles sei dazu angetan, den Abbau kognitiver Fähigkeiten zu verhindern oder zumindest zu verzögern. Andere Faktoren wie Vermögensverhältnisse, Bildung oder sportliche Aktivitäten wurden bei der Studie herausgefiltert. Die Rede ist hier natürlich vom Bücher lesen. Es gibt zwar (noch) keine Studie dazu, aber wenn Sie nur SMS, WhatsApp-Mitteilungen, Ansichtskarten, Reklame, Gebrauchsanweisungen, Schundliteratur, Packungsbeilagen, das Fernsehprogramm oder Waschanleitungen lesen, werden diese Mechanismen wahrscheinlich nicht funktionieren. Nein, nein, Sie müssen schon ein ordentliches Buch zur Hand nehmen. Es muss ja nicht unbedingt « Die Suche nach der verlorenen Zeit», «Die Brüder Karamasow» oder «Ulysses» sein, an denen schon namhafte Vielleser gescheitert sind. Tatsache ist, dass ein Buch mit knapp 900 Seiten wohltemperierte Langeweile verströmt, aber vielen Bücherwürmern ist das eine zu grosse Bürde und sie möchten lieber etwas weniger Aufwendiges, etwas weniger die Konzentration Forderndes lesen. Ihnen kommt wohl der Artikel „Lesen – leicht gemacht“, der kürzlich in einem Printmedium erschienen ist, gerade gelegen. Ergänzt wurde der Beitrag durch eine Empfehlung der «besten Bücher unter 200 Seiten», mit den Argumenten „dünne Bücher lassen sich gut mitnehmen und sind schnell durchgelesen». Natürlich gibt es Leute, die sehr schnell lesen, wie es auch Vielleser und leidenschaftliche Leser gibt. Aber eigentlich besteht der Sinn des Lesens ja nicht darin in möglichst kurzer Zeit möglichst viele Bücher verschlungen zu haben. Der Schweizer Staatsrechtler und Laientheologe Carl Hilty äusserte sich diesbezüglich absolut treffend, wenn er meinte: „Die Bildung kommt nicht vom Lesen, sondern vom Nachdenken über das Gelesene.“Weiterlesen...